Autor: JustMe
Der Mensch ist ein Schmarotzer...
: Da derzeit Über-Anpassung und Entfremdung so angewachsen ist, das man ausser im unfrei gewählten Lebenszusammenhang nicht mehr dementsprechend zu existieren vermag, dann hat man/frau einiges darin an grundsätzlicher Vitalität und Lebendigkeit verloren.... und Ihre Schlussfolgerung, Brandon?
Zur Zeit leben etwa 7 Milliarden Menschen auf der Welt. Wenn ich - in ordnungsgemäßer Zeit - meinen Löffel abgebe, werden es voraussichtlich ca. 10 Milliarden sein. Es gibt gar keine andere Option, als
a) die Zahl der Menschen zu reduzieren (einziges Mittel: Verhungern lassen oder massenhaft ermorden)
b) Wege zu finden, wie man damit human umgehen soll.
Und es ist KEIN humaner Weg, den Menschen die Konzentrationspunkte "Stadt" wegzunehmen, und damit zugleich den Faktor Nahrungswirtschaft zwangsweise in Fabriken zu verlagern, weil die Felder von Zelten belegt werden. ;)
Wer aber die Städte erhält, der muss auch Wege finden, sie bewohnbar zu halten; ... und schon ist die Kausalitätskette gestartet...
: "Domestizierung" und deren fatale Folgen, ...
Domestizierung ist die Grundlage unserer Entwicklung, Brandon. Ohne die Tiere, die an den Göpel-Werken das Wasser schöpften, ohne die Tiere, die Lasten heben und tragen, reduzieren wir den Menschen auf vieles, nur nicht auf das Einzige, was ihn vom Tier trennt: seinen Verstand.
Stellen Sie sich doch einmal eine Welt ohne Fleisch, Eier, Milch und Käse vor, Brandon. Nicht den Geschmack, nicht einmal die nachweislich gesundheitsnotwendige Zufuhr tierischen Eiweißes, sondern einfach die Kompensation durch ausreichende Mengen pflanzlicher Ersatzstoffe. Können Sie sich ausmalen, welche Öko-Katastrophe folgen und - vielleicht - die aktuelle ersetzen würde?
: Die Mit-Welt ist unser Lebensraum, so wie er ist und wir sind seit Millionen von Jahren daran adaptiert/angepasst worden, wir brauchen eigentlich keine Industriegesellschaft um uns vor der Aussen-Welt, so wie sie ist, zu schützen.
Wir brauchen die Industriegesellschaft zweifellos nicht, um uns vor der Außenwelt schützen zu können; wir brauchen sie aber, um uns weiterentwickeln zu können. ... Und an dieser Stelle sind wir wieder beim Verstand; dem EINZIGEN Merkmal, das uns vom "gewöhnlichen Tier" trennt.
: Irgendwann, bald dann, müssen um uns vor den von uns mit verursachten Folgen der industriellen Zerstörung schützen, eventuell.
Zweifellos. Doch Herausforderungen sind der Motor der Entwicklung, Brandon; nicht Stagnation oder Rückfall in unbestimmte Zeiten, die ohnehin nicht in einem Machtvakuum bestehen würden.
: Die Mensch-gemachten Katastrophen übertreffen bei Weitem die natürlichen und sonstigen Verwüstungen.
Und hier melde ich ernsthafte Zweifel an, Brandon. Verstehen Sie mich nicht falsch: Auch ich beobachte mit zunehmendem Missfallen die Art der Menschen, sich der Weiterentwicklung entziehen zu wollen. Ihnen aber die "Hauptlast" der Anklage aufzubürden, ... nein, dazu fehlen sämtliche Belege. Und reine Indizien und Postulate (man kann es nicht einmal These nennen, weil selbst grundlegende Vermutungen eben nur Vermutungen sind und bleiben) reichen mir nicht aus, um schon wieder der Öko-Panik nachgeben zu sollen.
Ich erinnere nochmals an jene Grünen, die es seinerzeit als nachgewiesen betrachteten, dass der Automobilverkehr der Hauptschuldige am Waldsterben sei. Heute wissen wir zwar immer noch nicht, was das Sterben (und Wiederaufleben) des Waldes eigentlich verursachte; wir wissen aber sehr genau, dass es - zumindest im Rahmen aller messbaren und gemessenen Faktoren - nicht einmal ansatzweise im Zusammenhang mit dem Individualverkehr stand.
: Und diese, ersteren schädigen den Planeten dauerhafter und schneller als andere natürliche Unglücksfälle
Das ist ebenfalls reine polemische Panikmache, Brandon.
Allein jener Meteorit, der vor 65 Mio Jahren fast 75% aller Arten auslöschte, schaffte mehr, als alle Menschen aller Zeiten zusammengenommen (, was die Menschen allerdings nicht von ihrer Schuld entlasten soll).
Und auch die Belastungen der Natur, wie sie beispielsweise Mexiko-City über Jahrzehnte erfuhr, reduzieren sich fast augenblicklich, sobald der Mensch beginnt, sich entsprechend zu verhalten.
Nochmals: Verstehen Sie es nicht falsch. Ich betrachte das Verhalten der Menschen ebenfalls mit Argwohn; ich kenne aber bis heute keinen einzigen Nachweis der behaupteten Öko-Zerstörung. Selbst das massenhafte und zutiefst der Habgier geschuldete Abholzen der Regenwälder; also der grünen Lungen dieses Planeten, hat lediglich zur Folge, dass die Lebensgrundlagen sich verschlechtern. Eine "vollständige Zerstörung" ist schlicht polemische These, denn in allen Gebieten, die in Ruhe gelassen werden, erholt sich die Natur bereits wieder.
Das bedeutet nicht, dass es gut ist, was geschieht. Das bedeutet auch nicht, dass es richtig ist, was geschieht. Es bedeutet aber, dass die apokalyptische Stimmung keinerlei wissenschaftliche Grundlage besitzt. Und selbst wenn wir wollten, könnten wir an Polsprüngen oder globalen Erwärmungen und Abkühlungen schlicht nichts ändern. Wir könnten es verzögern ... vielleicht. Aber ändern? Nein, dazu fehlen uns heute schlicht die Mittel.
Und deshalb müsste unser Hauptinteresse eigentlich darauf liegen, Wege zu finden, einer "Mega-Katastrophe" zu entgehen. Deshalb müsste unser Hauptinteresse darauf liegen, Wissenschaft und Industrie zu höheren Leistungen anzuspornen.
Aber ganz gewiss nicht wie der Vogel Strauß den Kopf in den San ... naja, wohl eher Wald, zu stecken und zu glauben, die Erde würde sich nicht mehr verändern, wenn wir 7 Milliarden Höhlen besetzten und binnen weniger Monate alle Tiere aufgefressen zu haben, bevor wir in unserer Verzweiflung beginnen, Rinde zu knabbern... ;)
: Der Mensch wie er sich, unterstützt durch die aktuelle industrialisierte Zivilisation befördert ausbreitet, ähnelt bisweilen mehr einem Schmarotzer, einer Plage oder einem Krebsgeschwür, in seiner Auswirkung für ihn selbst und das ihn umgebende Biotop
Natürlich. Doch das muss ihm bewusst werden. Und die meisten Menschen tun sich verdammt schwer, wenn es um BEWUSSTSEIN geht...
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