Autor: DerDon
Wie gesagt, ein andere Thema :)
::Nur als Ergänzung wollte ich anfügen, dass sich Bremer Professoren damals in den 90ern den "Spaß" gemacht haben und nachgerechnet haben, wie groß der Unterschied der Reparationen zwischen BRD und DDR war. Danach hätte die BRD zu normalen Zinsen und in Preisen von 1990 der DDR zwischen 700 und 800 Mrd. DMark zahlen müssen um einen Ausgleich zu erzielen. Die Intention der Professoren damals war, dass man die "Aufbauhilfe Ost" nicht als (vlt noch barmherzige) "Leistung der BRD an die DDR" bezeichnen könnte (was allerdings wieder ein anderes Thema ist).::
::Wie gesagt, das ist nur als kurze Ergänzung gedacht ;)
:Na, dann rechnen sie einmal, mit Zinsen, wieviel geflossen ist. Und zwar alles. Das war mehr.
Laut Siegfried Wenzel waren es ca. 35-45 Mrd. DM pro Jahr. Das Problem ist, dass die damalige Bundesregierung bewusst höhere Zahlen angab (in den ganz normale Versicherungsleistungen (Rente,...), aber auch ganz normale nun Gesamtstaatliche Aufgaben wie die Bahn enthalten waren), um ihre Aufbauleistung aufzubauschen.
Im Endeffekt wirkten die Transferleistungen wie ein gigantisches Konjunkturpaket für westdeutsche (Groß-)Firmen, d.h. vieles ist sofort wieder in den Westen in Form von Wareneinkäufen etc. geflossen.
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:Nur damit es klar ist, ich will nicht sagen, dass der Aufbau Ost Verschendung ist oder ähnliches.
:Mir geht es nur darum, dass hier einige Misswirtschaft in eine Erfolgswirtschaft zu verklären.
Hier sehe ich das Problem. Die DDR war eben keine "Misswirtschaft", wie es nach 1990 gerne dargestellt wird und in dieser Form einfach nur reine Propaganda ist. Die DDR hat mit ihren begrenzten Mitteln durchaus annerkennswerte Leistungen produziert (z.T. natürlich auf Kosten anderer Branchen und der Bevölkerung) und stand konkret im Oktober 89 vor keinem Bankrott wie es im Nachhinein gerne dargestellt wurde.
Gleichzeitig streitet auch niemand ab, dass die BRD produktiver war oder ein sehr viel umfangreicheres Warenangebot in den Läden hatte.
Abzustreiten, dass die DDR eine "Misswirtschaft" war, impliziert keineswegs, dass die DDR eine "Erfolgswirtschaft" war. Man kann sowas auch objektiv in Grautönen betrachten, anstatt eine schwarz-weiße Markt-Staat bzw links-rechts Sicht einnehmen zu müssen.
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:Wenn man den nicht Kursgerechten Umtausch der Ostmark allein nimmt waren das schon viele Milliaraden.
Wenn man bedenkt, dass durch die Währungsunion eine faktische Aufwertung der DDRMark um 300% erfolgte, kann man auch die berechtigte Frage stellen, inwieweit die heutige BRD so eine Aufwertung verkraften würde, ohne das massenweise Betriebe pleite gehen würden.
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