05.10.09   23:06 Uhr
Autor: rudolfo

Die Linken ticken nicht mehr richtig !

Ich finde diesen Ausspruch von Gysi, dass die SPD in Thüringen nicht mehr richtig tickt, nicht anrüchig. Auch nicht seine Meinung dass die SPD in Thüringen besser mit der Linken koaliert hätte. Anrüchig ist auch nicht, wenn Wowereit meint, die SPD solle sich mehr nach links öffnen, um wieder mehr Stimmen zu bekommen.

Aber die Aussage zeigt, dass er und mit ihm alle Linken in der SPD. die das gleiche fordern, nicht mehr richtig ticken, oder zumindest den Bezug zur Realität verloren haben, Die SPD in Berlin hat sich gegen über der Linken geöffnet und koaliert mit den Linken.

Aber das Ergebnis sieht anders aus als von Wowereit angkündigt: hatte die SPD Berlin bei der BTW 2005 mit 34.3 Prozent der Stimmen noch minimal mehr als die SPD im Bundesdurchschnitt und mehr als doppelt soviele Stimmen wie die Linke , hat sie jetzt mit 20.2 Prozent deutlich weniger als die SPD im Bundesdurchschnitt und weniger Stimmen als die Linke in Berlin und ist dort nur noch drittstärkste Kraft, weil sie gegenüber 2005 über 45 Prozent ihrer Stimmen verloren hat.



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BeiträgeAutorDatum
Die Linken ticken nicht mehr richtig !rudolfo05.10.09   23:06 Uhr
    das Dilemma der SPDnostromo05.10.09   23:31 Uhr
        Es war Schröders Fehler.rudolfo07.10.09   12:14 Uhr
    Und die SPD?DerDon09.10.09   11:59 Uhr

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05.10.09   23:31 Uhr Antwort auf: Die Linken ticken nicht mehr richtig !
Autor: nostromo

das Dilemma der SPD

:Ich finde diesen Ausspruch von Gysi, dass die SPD in Thüringen nicht mehr richtig tickt, nicht anrüchig. Auch nicht seine Meinung dass die SPD in Thüringen besser mit der Linken koaliert hätte. Anrüchig ist auch nicht, wenn Wowereit meint, die SPD solle sich mehr nach links öffnen, um wieder mehr Stimmen zu bekommen.
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:Aber die Aussage zeigt, dass er und mit ihm alle Linken in der SPD. die das gleiche fordern, nicht mehr richtig ticken, oder zumindest den Bezug zur Realität verloren haben, Die SPD in Berlin hat sich gegen über der Linken geöffnet und koaliert mit den Linken.
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:Aber das Ergebnis sieht anders aus als von Wowereit angkündigt: hatte die SPD Berlin bei der BTW 2005 mit 34.3 Prozent der Stimmen noch minimal mehr als die SPD im Bundesdurchschnitt und mehr als doppelt soviele Stimmen wie die Linke , hat sie jetzt mit 20.2 Prozent deutlich weniger als die SPD im Bundesdurchschnitt und weniger Stimmen als die Linke in Berlin und ist dort nur noch drittstärkste Kraft, weil sie gegenüber 2005 über 45 Prozent ihrer Stimmen verloren hat.
:


ich stimme dem soweit zu
dennoch
selbst wenn man bislang SPD Wähler war, fällt es zZt einfach schwer, unterschiede zur CDU auszumachen
Die SPD hat sicherlich bei ihren Stammwählern (Arbeitnehmer) an Boden verloren, die die Agenda 2010 inklusive HARTZ IV etc. noch nicht vergessen haben.
Wie auch - da wurde von der Sozialdemokratischen Partei der Sozialabbau betrieben - dieses führte tatsächlich 2007 und Anfang 2008 zu positiven Ergebnissen - die aber längst durch die Banken/ Wirtschaftskrise aufgefressen und torpediert wurden

die SPD wurde und wird durch die LINKEN abgestraft

meine persönliche Meinung ist - die SPD benötigt dringend
kluge Köpfe mit charisma (ala Lafontaine--man mag über ihn denken was man will - er kann Menschen mobilisieren)
Auch mir sind die Angebote der Linken etwas zu tollkühn
trotzdem muss sich die SPD auf ihre Wurzeln besinnen, und diese liegen nunmal nicht beim VW oder OPEL -management
sondern bei den Arbeitnehmern - teile des Bildungsbürgertums

Wer weiß - was die Zukunft bringt - ich prophezeie ROT/ROTE Koalitionen. und man sollte eine Partei - die 15-20 % der Stimmen erhält, auch langsam als etabliert und politikfähig ansehen dürfen - mir sind die Linken 1000mal lieber als die Parteien am rechten Rand


07.10.09   12:14 Uhr Antwort auf: das Dilemma der SPD
Autor: rudolfo

Es war Schröders Fehler.

::Ich finde diesen Ausspruch von Gysi, dass die SPD in Thüringen nicht mehr richtig tickt, nicht anrüchig. Auch nicht seine Meinung dass die SPD in Thüringen besser mit der Linken koaliert hätte. Anrüchig ist auch nicht, wenn Wowereit meint, die SPD solle sich mehr nach links öffnen, um wieder mehr Stimmen zu bekommen.
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::Aber die Aussage zeigt, dass er und mit ihm alle Linken in der SPD. die das gleiche fordern, nicht mehr richtig ticken, oder zumindest den Bezug zur Realität verloren haben, Die SPD in Berlin hat sich gegen über der Linken geöffnet und koaliert mit den Linken.
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::Aber das Ergebnis sieht anders aus als von Wowereit angkündigt: hatte die SPD Berlin bei der BTW 2005 mit 34.3 Prozent der Stimmen noch minimal mehr als die SPD im Bundesdurchschnitt und mehr als doppelt soviele Stimmen wie die Linke , hat sie jetzt mit 20.2 Prozent deutlich weniger als die SPD im Bundesdurchschnitt und weniger Stimmen als die Linke in Berlin und ist dort nur noch drittstärkste Kraft, weil sie gegenüber 2005 über 45 Prozent ihrer Stimmen verloren hat.
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:ich stimme dem soweit zu
:dennoch
:selbst wenn man bislang SPD Wähler war, fällt es zZt einfach schwer, unterschiede zur CDU auszumachen
:Die SPD hat sicherlich bei ihren Stammwählern (Arbeitnehmer) an Boden verloren, die die Agenda 2010 inklusive HARTZ IV etc. noch nicht vergessen haben.
:Wie auch - da wurde von der Sozialdemokratischen Partei der Sozialabbau betrieben - dieses führte tatsächlich 2007 und Anfang 2008 zu positiven Ergebnissen - die aber längst durch die Banken/ Wirtschaftskrise aufgefressen und torpediert wurden
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:die SPD wurde und wird durch die LINKEN abgestraft
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:meine persönliche Meinung ist - die SPD benötigt dringend
:kluge Köpfe mit charisma (ala Lafontaine--man mag über ihn denken was man will - er kann Menschen mobilisieren)
:Auch mir sind die Angebote der Linken etwas zu tollkühn
:trotzdem muss sich die SPD auf ihre Wurzeln besinnen, und diese liegen nunmal nicht beim VW oder OPEL -management
:sondern bei den Arbeitnehmern - teile des Bildungsbürgertums
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:Wer weiß - was die Zukunft bringt - ich prophezeie ROT/ROTE Koalitionen. und man sollte eine Partei - die 15-20 % der Stimmen erhält, auch langsam als etabliert und politikfähig ansehen dürfen - mir sind die Linken 1000mal lieber als die Parteien am rechten Rand

In zwei Punkten gebe ich Dir Recht. De SPD braucht wirklich kluge Leute. Und die SPD hat für die Agenda 2010 zahlen müsen.

Das liegt aber nicht an der Agenda an sich, sondern an der hundsmiserablen Durchführung, die auch Leistungswilligen aus meiner Sicht unzumutbare und vor allem völlig überflüssige Einschränkungen gebracht hat.

Warum überflüssig? Weil Rot-Grün zig Millarden € vornehmlich an Banken und Versicherungen verschenkt hat. Nicht einmal die FDP hat die Steuerfreiheit für Beteiligungsgewinne gefordert. Die Union war strikt dagegen.
Volkswirtschaftlich war die Befreiung kontraproduktiv.

Wenn nach Bekanntwerden dieser Maßnahme der Aktienkurs der Deutschen Bank in wenigen Wochen um fünfzig Prozent gestiegen ist, während der Dax leicht fiel, kann man vermuten, dass die Deutsche Bank mindestens 25 Mrd € vielleicht auch viel mehr bekommen hat. Und wie vorauszusehen, hat sie das Geld zum Teil in ausländischen Hedgefonds angelegt.

Das war Umverteilung von unten nach oben pur wie nie vorher.
Das hat mit Politik nun gar nichts mehr zu tun.

Aber Rot-Rot auf Bundesebene wird nicht möglich sein, wenn Schwarz-Gelb nicht ähnlichen Bockmist schiebt, weil dazu auf Bundesebene die Mehrheit fehlt und immer fehlen wird.

Durch die große Koalition haben beide Lager an Kontur verloren. Die Union hat etwa gleich viel Stimmen an die FDP
wie die SPD an die Linke verloren. Nur hat die SPD noch dreißig Prozent mehr als an die Linke an das Lager Schwarz-Gelb verloren. Und das ist der springende Punkt. Ohne die Wähler der Mitte, hat Rot-Rot-Grün keine Mehrheit.

Das hat mit der Vergangenheit eines Teils der Linken nichts zu tun. Das Streben nach der Regierung war ja auch der Grund dafür, dass sich die SPD seit den Sechzigern der Mitte gegenüber geöffnet hat und das hat ihre Regierungsbeteiligung ja auch ermöglicht. Vorher war sie bei etwa 35 Prozent gefangen. Also etwa soviel wie Rot-Rot heute zusammen.




09.10.09   11:59 Uhr Antwort auf: Die Linken ticken nicht mehr richtig !
Autor: DerDon

Und die SPD?

:Ich finde diesen Ausspruch von Gysi, dass die SPD in Thüringen nicht mehr richtig tickt, nicht anrüchig. Auch nicht seine Meinung dass die SPD in Thüringen besser mit der Linken koaliert hätte. Anrüchig ist auch nicht, wenn Wowereit meint, die SPD solle sich mehr nach links öffnen, um wieder mehr Stimmen zu bekommen.
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:Aber die Aussage zeigt, dass er und mit ihm alle Linken in der SPD. die das gleiche fordern, nicht mehr richtig ticken, oder zumindest den Bezug zur Realität verloren haben, Die SPD in Berlin hat sich gegen über der Linken geöffnet und koaliert mit den Linken.
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:Aber das Ergebnis sieht anders aus als von Wowereit angkündigt: hatte die SPD Berlin bei der BTW 2005 mit 34.3 Prozent der Stimmen noch minimal mehr als die SPD im Bundesdurchschnitt und mehr als doppelt soviele Stimmen wie die Linke , hat sie jetzt mit 20.2 Prozent deutlich weniger als die SPD im Bundesdurchschnitt und weniger Stimmen als die Linke in Berlin und ist dort nur noch drittstärkste Kraft, weil sie gegenüber 2005 über 45 Prozent ihrer Stimmen verloren hat.
:

Es ist allerdings auch müßig, Berlin stellvertretend für das ganze Land zu betrachten. Die SPD-Berlin wird ja sicher nicht nur aufgrund ihrer Politik in Berlin soviel verloren haben, sondern die AgendaPolitik und die allgemeine Schwäche der SPD tragen mMn stark dazu bei. Dazu hat Berlin noch mit Altlasten (Bsp Berliner Bankenskandal) und einem schönen Schuldenberg zu kämpfen.
Zudem wird auf Bundesebene nicht Rot-Rot sondern Rot-Rot-Grün diskutiert.
Die Frage ist doch allerdings auch, was ist die Alternative? Wenn sich die SPD der Linken dauerhaft verweigert, dann wird sie bei ihren derzeitigen Wahl"erfolgen" bleiben. Selbst wenn man glaubt, dass die SPD eine soziale Partei sei, wer würde sie dann wählen wollen, wenn sie sich von vornherein Richtung Große Koaltion oder sogar FDP orientiert? Dann doch lieber gleich das Original.


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Die kürzeste Antwort: Viele. :)
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