Autor: JustMe
Adresshandel und Zukunft
:Hier greift leider die Realität. Wenn ich mich als Privatperson hinsetze und anfange Daten zu sammeln, dann kann dagegen eben schlecht jemand etwas tun. Krasses Beispiel: Ich könnte beispielsweise die StudiVZ Seiten von ehemaligen Mitschülern oder Studienfreunden überwachen und achivieren. Je nach dem wieviel zeit ich investiere könnte ich ganze Profile erstellen.:Lesen und schreiben zu einer kriminellen Handlung klassifizieren?
Es ist bereits Usus, dass Firmen sich einschlägig im Internet informieren, wer da als potenzieller Bewerber zu ihnen kommt, cobaye. Die Anstrengungen von Privatpersonen sind also bestenfalls amüsantes Beiwerk.
: Und wenn ich einem Unternehmen meine Addresse gebe, dann sollte ich mir das eben auch überlegen.
Noch einmal, cobaye: Die Adressen werden GEKAUFT und VERKAUFT. Auf dem Weg von Unternehmen A, das die Daten sammelt, bis zum Unternehmen B, das die Daten verwendet, werden sie aus beliebigen Quellen - auch StudiVZ gehört dazu - angereichert. Heiße Adressen, die mit Lebensdaten angereichert sind, kosten auf dem freien Markt, denn dank der FDP braucht man sie nicht einmal auf dem Schwarzmarkt zu handeln, zwischen 100 und 500 Euro das Stück.
Dafür weiß ich dann aber schon vor Ihnen, wann Sie aufs Klo gehen, wieviel Klopapier Sie verbrauchen werden, und was Sie am liebsten trinken, während Sie im Internet surfen.
: Den Addresshandel kann man national nicht eindämmen.
Doch, das kann man durchaus. Anderenfalls bräuchten Sie keine Gesetzgebung gegen Diebstahl, Einbruch oder Vergewaltigung.
: Die FDP wird sich für weniger Staatliche Einmischung und kontrolle einsetzen.
Wir erinnern uns zaghaft: Die letzte Krise entstand, weil ZU WENIG Kontrolle ausgeübt wurde. Anstatt sich dafür einzusetzen, dass Unternehmen auf die Krankendaten von Mitarbeitern zugreifen dürfen, hätte die FDP sich für mehr staatliche Kontrolle einsetzen sollen.
: Dadurch auch für weniger Überwachung der Bürger.
Das könnte durchaus ein kausaler Effekt sein. Wenn er allerdings eintritt, dann nur, weil er als Seiteneffekt abfällt.
: Wenn die Piraten, so hoffe ich, die nächsten 4 Jahre überleben, dann könnten sie darauf aufbauen und möglicherweise mit eine Politik prägen die dem Informationszeitalter angemessen ist
Hui, diese hehren Anforderungen werden die Piraten wohl frühestens in 8 oder 12 Jahren erfüllen können. Derzeit sind sie noch eine Ein-Themen-Partei und das wiederum reicht vielleicht für 5 oder 6 Prozent, aber ganz sicher nicht für relevante Mitbestimmung.
:Ich glaube einfach an eine positive Zukunft. Furcht und Schwarzmalerei hat noch keinem geholfen.
Ein bisschen Bodenständigkeit nutzt, hörte ich munkeln.
:Es ist nur weit weniger schlimm als viele andere Alternativen.
:Die nächsten Jahre werden hart. Mit oder ohne FDP.
:Wie gesagt, es könnte alles schlimmer kommen. Die Linke hätte wohl allein durch ihre Wahl die Wirtschaft nochmal abgewürgt
Können Sie Beispiele nennen, cobaye?
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